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Unser REiFAM®-Ansatz

Aus der Wissenschaft in die Praxis

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Das REiFAM®-Konzept auf wissenschaftlichem Fundament

Ein starker Umschwung in dein eigenen Werten, (körperliche) Fremdbestimmung, Zeitmangel, Generationenkonflikte, Paarkrisen, Geschwisterstreit und Zahnputzdiskussionen: Der Alltag des Familielebens hält die ein oder andere Herausforderung sowohl für Kinder als auch für ihre Eltern bereit. Hinzu kommt eine immer stärker vernetzte, schnellebige Welt, die ständig in Bewegung ist und uns vor ständige globlae Krisen stellt: Elternschaft in der heutigen Zeit ist wahnsinnig herausfordernd. So möchten wir unseren Kindern wichtige Zukunftskompetenzen mitgeben, die ihnen dabei helfen, sich mit innerer Stärke in dieser Welt zurechtzufinden und durchzusetzen. Dabei wird uns häufig bewusst: an vielen Punkten, gelingt uns das nichteinmal selbst. Was können wir also tun?

Unser Ziel bei REiFAM® ist es, Familien zunächst zu entlasten und sie dann mit gezielten Impulsen für die Höhen und Tiefen des Familienalltags zu stärken. Dabei setzten wir vorallem auf die Erkenntnisse der Resilienz-, Hirn-und Sozialforschung. Wir möchten Familien dazu ermutigen, neben all den herausfordernden Aspekten auch und vor allem den Fokus auf die Ressourcen jedes Familienmitgliedes zu richten um aus ihnen schöofen zu können, wenn mal wieder das nächste Türen-Knallen ansteht.

Dabei findet sich der Blick auf das, was uns gesund erhalt und nach vorne bringt, auch in der Wissenschaft wieder.
So hat in den letzten Jahren in der Pädagogik, der Psychologie und in den Gesundheitswissenschaften sowohl in Theoriebildung als auch in der Forschung ein wichtigwer Wechsel der Blickrichtung bei der Betrachtung von (Verhaltens-) Auffälligkeiten und seelischen Störungen stattgefunden: Eine zunehmende Aufmerksamkeit ist auf die Gelingens-Bedingungen der kindlichen Entwicklung gerichtet worden. Die bisherige, oft defizitorientierte Betrachtung wurde durch die gezieltere Analyse von Schutzfaktoren und Variablen ergänzt, die zur Ausbildung und Erhaltung seelischer Gesundheit wesentlich beitragen [1].

Ein wichtiger Hintergrund hierfür waren Studien, die das Aufwachsen von Kindern unter schwierigen Bedingungen auch im Langzeitverlauf untersucht haben und Variablen für risikomildernde Entwicklungsverläufe identifizieren konnten.
Hier findest du unseren kurzen Überblick über die relevantesten Studien zur Resilienz bei Kindern in unserem Resilienz FAQ.

Aus der Gesamtheit der Resilienzstudien, haben sich verschiedene Konzeptualisierungen zur Förderung von Resilienz entwickelt. Unser REiFAM®-Konzept orientiert sich sich unter anderem an der Konzeptualisierung der Resilienzfaktoren nach den US-Amerikanischen Psychologen Dr. Karen Reivic und Dr. Andrew Shatte [2]. Diese gelten als Mitbegründer der sogenannten "7 Säulen der Resilienz", welche insbesondere im deutschsprachigen Raum besonderen Anklang finden.

Das REiFAM®-Konzept basiert auf acht Resilienzschlüsseln, die dein Kind und dich durch die Herausforderungen des Familienalltags begleiten. Auf Grundlage der Resilienzforschung haben wir in unserem Konzept eine weitere Säule bzw. einen weiteren Schlüssel hinzugefügt. Was unseren Ansatz einzigartig macht: Wir übersetzen die Erkenntnisse aus der Resilienzforschung auf die Herausforderungen und Bedürfnisse moderner Familien und tragen sie in den Alltag mit Kind.

Im Zentrum steht dabei die Erkenntnis darüber, dass Kinder in sich ruhende Erwachsene brauchen, die in ihrer vollen Verantwortung stehen. So können sie in einem sicher gehaltenen Rahmen frei explorieren und ihre eigenen Erfahrungen vom Stolpern und Fliegen machen [3].

Mit der REiFAM®-Coaching Methode setzen wir genau hier an und übersetzen die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse in ein Konzept, das Resilienzförderung spielerisch leicht in den Familienalltag tragen kann. Kurz gesagt: Innere Stärke für dein Kind und dich auf dem Fundament der Wissenschaft. Im Folgenden lernst du alle acht Schlüssel in Kürze kennen und erhältst einen Einblick in die Wissenschaft, auf der sie gründen:

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Annahme

Aus der Resilienzforschung ergibt sich, dass die Fähigkeit zur Emotionsregulation - also dem bewussten und achtsamen Umgang mit Gefühlen und Emotionen - als wichtiger Schutzfaktor im Bezug auf die Resilienz wirken kann. So legt Rönnau-Böse in ihrer umfassendan Auswertung des aktuellen Forschungsdiskurses fest: "Resiliente Kinder können sich und ihre Gefühlszustände selbstständig regulieren bzw. kontrollieren; sie wissen, was ihnen hilft, um sich selber zu beruhigen und wo sie sich ggf. Hilfe holen können; sie kennen Handlungsalternativen und Strategien zur Selbstberuhigung. Resiliente Kinder haben gelernt, innere Anforderungen zu bewältigen und ihnen zu begegnen." [4].

Diese Fähigkeiten lernt das Kind zuerst mit Hilfe seiner Bezugspersonen [5]. Die richtige Affektabstimmung der Bezugspersonen ("affect attunement "nach Stern) [6] ist deshalb wie bei der Gefühlsentwicklung ausschlaggebend für die spätere Emotionsregulation und verdeutlicht den grossen Einfluss von Bezugspersonen [7].

Und so kommt auch Luthar (2006) In ihrer umfassenden Analyse der letzten fünfzig Jahre Resilienzforschung zu dem Schluss:
„Die erste große Botschaft ist: Resilienz beruht, grundlegend, auf Beziehungen“ [8].

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Kinder sind also auf Erwachsene angewiesen, die ihnen zum einen eine gesunde Emotionsregulation vorleben, und zum anderen den Raum für das Erproben dieser Kompetenz halten. Daher ist es gerade im Familienkontext im Sinne der Annahme essentiell, sowohl unseren Kindern als auch uns selbst als Eltern oder weiteren Bezugspersonen den Raum zu geben, Gefühle zu indentifizieren, sie zu fühlen und einen friedvollen Umgang mit ihnen zu finden.


Mit unserer REiFAM®-Coachingmethode begleiten wir dich dabei, in die Annahme zu kommen um im turbulenten Familienalltag allen Gefühlen Raum zu geben und somit eine wichtige Grundlage zur Emotionsregulation zu schaffen.


Mit REiFAM® schauen wir also im aller ersten Schritt stets mit der Annahme auf unser Erleben. Hier geht es nicht etwa darum, die Dinge anstandslos hinzunehmen, wie sie sind oder sie etwa schön zureden. Es geht viel mehr darum, eine Art Ist-Analyse des eigenen Erlebens zu erstellen.


Im Rahmen zweier Studien fanden Forschende darüberhinausgehend heraus, dass sich das Unterdrücken von Gefühlen als "Regulationsstrategie" negativ auf den Blutdruck und hemmend auf die Beziehungsbildung von Menschen auswirkt [9]. Studien von Pennebaker et al. im Jahr 1997 zeigten zudem, dass mit dem Unterdrücken von Emotionen auch eine unterdrückte Immunität des Körpers einhergeht, die ihn von einfachen Erkältungen bis hin zu Krebs anfälliger für eine Vielzahl an Krankheiten macht [10].

Kurz gesagt: Die Annahme und das Ausdrücken von Emotionen sind auch aus Sicht der Wissenschaft essentiell für die körperliche, sowie mentale Gesundheit und das generelle Wohlbefinden eines Menschen [11].

Die Annahme der Herausforderung den damit verbundenen Gefühlen kann sich teilweise unangenehm anfühlen, weil wir zum einen möglicherweise selbst keine fördernden Bezugspersonen hinsichtlich der Emotionsregulation erlebten, zum anderen weil wir ggf. Scham, Trauer oder ein schlechtes Gewissen zum ersten Mal als solche/s aussprechen. Gleichzeitig gehen wir bei REiFAM®-davon aus, dass alle Gefühle gefühlt werden dürfen und uns als sinnvolle und wichtige Leuchttürme für uns dienen können. Insbesondere im Familienalltag, in dem so viel so schnell passiert, haben wir manchmal wenig Zeit und wenig Priorität zur bewussten Reflexion. 

Die Annahme ermöglicht es, Gefühlswelten zu regulieren und so zu erforschen, dass sie einordbar sind, Ursachen offengelegt werden können und von dort aus Selbstwirksamkeit erfahren werden kann.

Zuversicht

Wenn die Anforderungen des Alltags unsere Anpassungsfähigkeiten überfordern, und ein Ungleichgewicht zwischen uns und unserer Umwelt besteht, so entsteht Stress [12].

Im schnelllebigen und häufig stressigen Familienalltag gerät eine zuversichtliche Haltung schnell in Vergessenheit. Zeit- & Leistungsdruck bringen uns als Bezugsperson häufig in den Fight, Flight oder Freeze-Modus und das "Aushalten" des stressigen Elternlebens wird als normal angesehen. Es kommt zu einer Häufung von Stressfaktoren, die dann in ihrer Summe unsere Bewältigungsfähigkeiten übersteigen.

Wie stressig eine Situation empfunden wird, hängt immer von unseren subjektiven Bewertungen ab. Diese Bewertungen laufen laut den US-Amerikanischen Psychologen Richard. S. Lazarus und Raymond Launier in einem dreistufign Prozess ab, bei dem erstens eingeschätzt wird, wie die Situation empfunden wird, und zweitens welche Möglichkeiten zur Bewältigung zur Verfügung stehen [13]. In einem dritten Schritt kommt es zur Neubewertung der Situation, die Bewertung eins und zwei verändern kann.

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Eine optimistische Haltung kann eine lösungs- und chancenorientierte Betrachtungsweise unterstützen. So führt Rönnau-Böse in ihrer umfassenden Auswertung des aktuellen Resilienzdiskurses eine optimistische Lebenseinstellung als empirisch identifiziert fest [14].

Menschen, die die Eigenschaft erworben haben, optimistisch in die Zukunft zu schauen und sich auf die positiven Aspekte des Lebens zu fokussieren, sind in besonderem Maße zur Bewältigung von schwierigen Lebenssituationen befähigt [14]. Das wirkt sich auch auf ihre Gesundheit aus. Ein Team aus US-Forschern um Dr. Lewina Lee von der Boston University School of Medicine zeigten in ihrer Studie: Eine positive Lebenseinstellung verspricht eine höhere Lebenserwartung [15].

Ursächlich für diesen Einfluss können sein, dass Optimisten gesündere Verhaltensweisen zeigen, sie ihre Lebensziele als durchaus erreichbar betrachten, einen besseren Umgang mit Stress pflegen und/oder sie adaptive Stressbewältigungsstrategien nutzen wie die Inanspruchnahme von Unterstützung.

Mit unserer REiFAM®-Coachingmethode laden wir zum Perspektivwechsel ein und unterstützen deine optimistische Haltung. Dabei beschreibt der Optimismus im Sinne von REiFAM® kein grundlegendes Persönlichkeitsmerkmal, sondern darf als Lebensstrategie betrachtet werden.

Im Fokus stehen:

 

1. Die bewusste Entscheidung für die zuversichtliche Haltung und

2. das Erkennen der positiven Aspekte des Lebens. 

Dabei ignorieren wir nicht etwa die Realität oder stellen schmerzliche Erfahrung in Abrede. Wir nehmen sie vielmehr an und unterstützen dich dabei, deinen Blick auf die Chancen deiner jeweiligen Lebenssituation zu richten. 

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Selbstwirksamkeit

Der Resilienzfaktor Selbstwirksamkeit ist empirisch belegt als sogenannte protektiver Faktor, der die (kindliche) Widerstandskraft gegenüber Belastungen sowie ihre Fähigkeit zur Bewältigung dieser verbessert. So ordnet Rönnau Böse die Schutzwirkung dieser personalen Ressource als kosistent nachgewiesen ein [16].
Studienleiterin und Psychologieprofessorin der Universität Zürich Birgit Kleim beschreibt Selbstwirksamkeit als zentrales Element von Resilienz und fasst zusammen: 

„Ohne die Überzeugung an die eigenen Fähigkeiten würde man Herausforderungen gar nicht annehmen. Dabei ist es unerheblich, ob jemand tatsächlich dazu in der Lage ist oder nicht.“ 

Selbstwirksamkeit geht einher mit einer höheren Problemlösefähigkeit, verstärktem Durchhaltevermögen und einer verbesserten Emotionsregulation [17].

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Die resilienten Kinder der Kauai-Studie waren schon im Kleinkindalter selbstständiger und selbstbewusster und verfügten über gute "Selbsthilfefertigkeiten" [18]. Sie waren zuversichtlich, hatten Vertrauen in sich selbst und schätzten sich selbst positiv ein. Darüber hinaus hatten sie hohe internale Überzeugungen, das heisst, Ereignisse wurden als Resultat von Handlungen wahrgenommen [19].

Im Familienkontext bekommt der Schutzfaktor Selbstwirksamkeit häufig eine ganz neue Brisanz. Wissen Eltern und weitere Bezugspersonen ersteinmal von der grossen Bedeutung der Selbstwirksamkeit ihrer Kinder, so wollen sie diese meist fördern. Unter Berücksichtigung der Reslevanz von Beziehungen braucht es dazu jedoch zunächst Erwachsene, die ebenfalls kraftvoll in diesem Schutzfaktor stehen [8]. Doch die körperliche, zeitliche und emotionale Fremdbestimmung in der Elternschaft erschweren häufig das Gefühl, selbst aus freien Stücken wirklich handlungsfähig zu sein.

 

Mit der REiFAM®-Coachingmethode verfolgen wir die Intention, Entwicklung einer Überzeugung davon, selbst etwas bewirken zu können und den Antrieb, aus eigener Kraft nach Lösungen für ein Problem zu suchen, durch gezielte Fragestellungen zu fördern.

Dabei sind wir der Auffassung, dass sowohl Kinder als auch ihre Bezugspersonen im Rahmen ihrer Selbstwirksamkeit feststellen, wann sie Unterstützung von außen benötigen und diese entsprechend lösungsorientiert einzufordern.

Verantwortung übernehmen

Eigenverantwortung bedeutet zunächst für sich selbst, seine Bedürfnisse und Werte einzustehen anstatt auf eine Erlösung im außen zu hoffen.

Der führende Spezialist in der Säuglingsforschung Daniel Stern beschreibt das Selbst aus entwicklungspsychologischer Sicht als innere Handlungsleitende Instanz [6]. Sie resultiert aus Erfahrungen und prägt unsere Informationsaufnahme und -verarbeitung und den Kontakt zur Aussenwelt [20].

Weiter führt Rönnau-Böse aus: "Durch das Beurteilen des eigenen Wahrnehmungs- und Handlungsprozesses, also durch Selbstbeobachtung, selbstbezogenens Denken, und den inneren Dialog (Selbstreflektivität, entwickelt sich das Selbstkonzept weiter. Kinder brauchen für diesen Prozess Anleitung und Vorbilder [22].

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Mit unserem REiFAM®-Ansatz gehen wir davon aus, dass bei jeder Herausforderung im Familienalltag die Wahl besteht zwischen:

 

1. dem Verharren in der Situation und dem damit verbundenen Schmerz oder


2. dem Einschlagen eines neuen, vielleicht noch unbekannten Weges in Form neuer Handlungsmöglichkeiten oder einer bewussten Neubewertung der Situation.

 

Durch gezielte Fragetechniken zur Selbstreflexion laden wir Eltern und andere Bezugspersonen zu neuen Betrachtungsweisen der eigenen Handlungsfähigkeit ein. 

Die bewusste Selbstreflexion sehen wir als einen existenziellen Grundbaustein hierzu.

Dazu schreiben Asshauer et al. "Angestrebt wird [...] zunächst ein differenziertes Bild von der eigenen Person. Dies setzt Kenntnisse der eigenen Stärken und Schwächen voraus, gleichzeitig aber auch ein gewisses Mass an positivem Selbstwertgefühl und Vertraue in die eigenen Fähgikeiten. " [23].


Mit der REiFAM®-Coachingmethode unterstützen wir die Bewusstwerdung der eignen Werte und moralischen Leitlinien. Dabei sind Fehler im Sinne der Eigenverantwortung nach REiFAM® als Chance zu betrachten. Sie dienen Eltern als wichtige Leuchttürme, um das Abweichen von ihren eigenen Werten und /oder persönliche Stressoren zu erkennen. 

Gleichzeitig lernen unsere Kinder durch unseren liebevollen und lösungsorientierten Umgang mit unseren eigenen Fehlern, was es heißt, verantwortungsvoll und chancenorientiert mit Fehlern umzugehen [22].

Eigenverantwortung bereits von klein auf erleben zu können ist für unsere Kinder langfristig von unsagbarem Wert und ein wichtiger Grundpfeiler ihrer und unserer Resilienz. Weiterhin kann sie uns als Eltern und andere Bezugspersonen als zielfördernde Kompetenz dienen, die uns in ein Chancenorienterites Handeln führt. Gerade im Familienalltag begegnen Eltern häufig ungebetenen Ratschlägen, kritischen Bewertungen und Verurteilungen. 

Mit der REiFAM®-Coaching Methode begleiten wir Familien dabei, ein positives Selbstkonzept zu kultivieren, Abgrenzung zu üben und im Einklang mit den eigenen Werten zu handeln und ihnen somit als positives Vorbild für Ihre Kinder zu dienen und die Resilienz innerhalb der Familie zu fördern.

 

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Beziehungen gestalten

Der wesentlichste Schutzfaktor, der am stärksten zu einer gelingenden Entwicklung von Resilienz sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen beiträgt und viele Risikofaktoren abpuffern kann, ist eine stabile, wertschätzende, emotional warme Beziehung zu einer (erwachsenen) Bezugsperson. Für die Entstehung von seelischer Gesundheit spielen sichere Bindungsmuster und Beziehungsgefüge (vor allem innerhalb der Familie), „die von Sicherheit, Unterstützung und Möglichkeit zur Exploration geprägt sind“ eine wesentliche Rolle [24] [25] [26].

Diese Erkenntnisse decken sich mit weiteren Befunden aus der Entwicklungspsychologie wie beispielsweise in den Ausführungen des Psychoanalytikers, Soziologen und Psychotherapeuten Martin Dornes [27] oder der Psychotherapieforschung [28] und auch in einer umfassenden Analyse der Befunde und Erkenntnisse der letzten fünfzig Jahre Resilienzforschung kommt die US-amerikanische Pfroffissorin für Psychologie Dr. Suniya S. Luthar (2006) zu dem Schluss: „Die erste große Botschaft ist: Resilienz beruht, grundlegend, auf Beziehungen“ [8].

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Dabei sind laut Fröhlich-Gildhoff bedeutende und wichtige Beziehungspartner im besten Fall die Eltern. Aber auch andere Verwandte, Erzieher, und Lehrer können kompensatorisch die Funktion solcher Bezugspersonen [29] einnehmen. Voraussetzung ist dabei eine kontinuierliche Beziehung, die auf Vertrauen, Wertschätzung und Respekt basiert [30].

Der Schlüssel Beziehungen gestalten ist vor dem Hintergrund des REiFAM®-Resilienzkonzepts von zentraler Bedeutung. Im Fokus steht hier unter anderem die aktive Mitgestaltung des sozialen Umfelds. Resiliente Erwachsene gestalten bewusst mit, welche Menschen ihr Leben beeinflussen. Kinder hingegen können das nur in begrenztem Maße, da sie hochgradig von ihren Bezugspersonen abhängig sind. Wir als Eltern sind daher gefordert unsere Kinder bewusst wahrzunehmen und auf sie zu reagieren.

Studien belegen: Von Geburt an hat der Mensch ein psychologisches Grundbedürfnis nach Bindung [31]. Ein soziales Umfeld, das auf einem liebevollen Geben und Nehmen gründet, kann ein immens wichtiger Schutzfaktor in herausfordernden Lebenssituationen sein [32] [33] [34].

Für Kinder impliziert der Schutzfaktor Beziehungen gestalten nach der sogenannten Bindungstheorie von John Bowlby [35] liebevolle verlässliche Beziehungen auf Augenhöhe, die für das Kind nachvollziehbar und von einem Grundgefühl der Geborgenheit geprägt sind. Diese Beziehungen können im besten Fall zu den Eltern, aber auch außerhalb des familiären Kontextes bestehen. 

Rönnau-Böse führt hier unter anderem den autoritativen Erziehungsstil als empirisch beglegten, sozialen Schutzfsktor auf [30]. 

Erwachsene und Kinder, dessen Eltern den authoritativen Erziehungsstil verfolgten oder verfolgen, schätzen sich selbst und werden durch objektive Messverfahren als sozial kompetenter eingeschätzt als jede, dessen Eltern diesen Erziehungsstil nicht verfolgen [36] [37].

Den autoritativen Erziehungsstil als Entwicklungsförderliche Begleitung kennzeichen laut Baumrind [38] folgende Merkmale: 

• Verlässlichkeit, Regelmäßigkeit, Kontingenz
• Zuwendung, Wertschätzung, bedingungslose Akzeptanz
• Feinfühligkeit (Signale erkennen, richtig interpretieren,
prompt und angemessen beantworten)
• Responsivität, angemessene Spiegelung
• Stressreduktion; Unterstützung der Selbstregulation
• Sicherheit ; Halt und adäquate (altersangemessene)
Grenzsetzung
• Assistenz; Explorationsunterstützung herausfordernde, aber bewältigbare Anforderungen stellen und dabei individuelle und passgenaue Unterstützung anbieten
• Ermutigung aussprechen und Erfolgsrückmeldung
geben
• Reflektierte Kongruenz

 

Kurzum: Feinfühlige Bindungspersonen, die das „richtige Maß an Nähe und Freiraum“ [39] geben sind im positiven Sinne „einer der bedeutendsten Schutzfaktoren für ein gesundes Aufwachsen in einem belasteten Umfeld.“ [40].

Mit der REiFAM®-Coaching Methode unterstützen wir Familien dabei, Beziehungen zu gestalten, die diesen Qualitätsmerkmalen entsprechen ohne Druck, Scham oder Verurteilungen veralteter Erziehungsansichten, wie beispielsweise den autoritären Erziehungsstil, zu folgen.

Lösungsorientierung

Die Ergebnisse der Kauai Studie haben gezeigt, dass die resilienten Kinder besser entwickelte Problemlöse- und Handlüngsfähigkeiten aufweisen [32]. "Die Haltung der resilienten Kinder war in Problemlösesituationen weniger reaktiv als vielmehr proaktiv. Sie übernahmen selbstständig Verantwortung in der jeweiligen Situation und waren aktiv um Problemlösungen bemüht: d.h., sie warteten nicht ab, bis jemand ihnen von aussen (ein Erwachsener) das Problem abnahm oder zur Hilfe kam" [41].

 

Im Sinne der Annahme ist es äußerst sinnvoll sich seine aktuelle Herausforderung und den damit verbundenen Schmerz anzuschauen. Von gleicher Bedeutung ist es aber wieder aus dem Schmerz herauszufinden anstatt in ihm und der Frage nach dem „Warum?“ zu verharren. Wie bereits beschrieben, prüfen resiliente Menschen, was die Ursache ihres Problems ist und wie sie ihr Wissen darüber nutzen können, um ihre aktuelle Lage und künftige Situationen verbessern zu können. 

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Per Definition meint das Problemlösen die Fähigkeit, "komplexe nicht eindeutig zuzuordnende Sachverhalte zu durchdringen und zu verstehen, um dannunterRückgriff auf vorhandenes Wissen zu Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln, zu bewerten und erfolgreich umzusetzen" [42].  

Ein solch lösungsorientiertes Denken basiert auf Neugier, Offenheit, Kreativität und allem voran auf dem Raum zur Erprobung eigener Lösungsansätze [43]. Im schnellebigen und leistungsorientieren Familienalltag kommt der Raum für das Innehalten und ausführliche Anlaysieren und Erproben neuer Optionen für eine Familienherausforerung häufig zu kurz.

"Das haben wir schon immer so gemacht.", "Euch hat es doch auch nicht geschadet", "Oma weiss schon wovon sie spricht" und ähnliche Floskeln anderer Generationen erschweren häufig das Umdenken, so stellen doch gerade ältere Generationen einen wichtign Faktor des sozialen Netzwerks von Eltern dar. Eltern wissen, was sie nicht für die Erziehung ihrer Kinder wollen, nicht aber, welche neuen Handlungsmöglichkeiten es geben kann. Mit der REiFAM®-Coachingmethode setzen wir bei der Förderung der Problemlösefähigkeit an und öffnen im turbulenten Alltag einen sicheren Raum zur Lösungsfindung. . 

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Zukunft gestalten

Die Kauai-Studie zeigte, dass die widerstandsfähigen Jugendlichen die Fähigkeiten hatten zu planen ("planful competence") und zu überlegen. Sie [...] konnten Ziele realistisch einschätzen [44]. Dies hatte die schützende Wirkung, dass die Zielvorstellungen ihnen Orientierung und Sicherheit geben konnten [18].

Nach einer umfassenden Auswertung des aktuellen Forschungsdiskurses zur Resilienz führen auch Fröhlich-Gildhoff und Rönnau-Böse den "Einbezug (von Kindern) in alltägliche Planungs- und Entscheidungsprozesse" als entwicklungsförernd auf [45].

Sowohl für unsere Kinder als auch für uns Eltern kann eine Struktur durch festes Planen im Alltag eine große Entlastung sein. Während feste Strukturen Kindern ihr Bedürfnis nach Führung befriedigt [46] [47] [48], dient ein wertebasierter Lebensplan Erwachsenen als wertvolle Orientierung und Leitfaden. 

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Beim Planen dürfen wir unseren Träumen und unserem Scheitern gleichermaßen Raum einräumen und dabei stets offen für das Leben in all seiner Fülle bleiben. 

So laden wir mit Hilfe gezielter Fragetechniken und Übungen mit unserer REiFAM®-Coachingmethode dazu ein, die aktive Planung und Gestaltung des Familienalltags in die Hand zu nehmen und Visionen zu entwickeln, nach denen Eltern und Kinder ihr Leben gern ausrichten.

Kohärenzgefühl

Der Medizinsoziologie Aaron Antonovsky prägte den Begriff des Kohärenzgefühls im Rahmen des von ihm aufgestellten Salutogonesekonzeptes [49], welches viele Übereinstimmungen mit dem Resilienzkonzept aufzeigt und durch jenes gut ergänzt werden kann. Genau wie die Resilienzforschung legt das Salutogonesekonzept den Schwerpunkt auf die Ressourcen und Schutzfaktoren von Menschen und fragt danach, was ihnen dabei hilft, schwierige Bedingungen erfolgreich zu bewältigen. Dabei wird in der Resilienzforschung das von Aaron Antonovsky benannte Gefühl der Kohärenz als eine personelle Ressource gesehen.

Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen: Das Kohärenzgefühl ist ein grundlegender Baustein, um in Krisen und Herausforderungen gesund zu bleiben [49].

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Seine drei Komponenten:

1. vom Gefühl, der Verstehbarkeit von Situationen und Ereignissen,

2. dem Gefühl, der Handhabbarkeit, also dem Gefühl, schwierige Situationen meistern zu können und ihnen nicht ausgeliefert zu sein und

3. dem Gefühl der Sinnhaftigkeit von erlebten Situationen 

rufen in uns eine Art innere Klarheit und Vertrauen in das Leben und in uns selbst hervor.

Dadurch sind wir befähigt:

- in herausfordernden Situationen das Gefühl der Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmung zurückzuerlangen
- Stress und Problemen im Familienalltag mit Gelassenheit
- und einer positiven Grundhaltung zu begegnen

So bestätigte eine weitere Studie zum Einfluss des Kohärenzgefühls auf die Entwicklung der Gesundheit im höheren Alter, dass das Kohärenzgefühl einen Beitrag zur Gesundheitsförderung im höheren Alter leisten kann [50].

Gemeinsam ist den beiden Ansätzen der konsequente Blick auf die Ressourcen von Menschen, dabei auch auf die Kraftquellen im Bereich der Spiritualität: Antonovskys Komponente der Sinnhaftigkeit im Kohärenzgefühl und die empirischen Belege für die stärkende Wirkung von Glauben und der Mitgliedschaft in einer Gemeinde bei Emmy Werners Forschungsergebnissen.

Religion gehört nach Antonovsky zu den makrosoziokulturellen Widerstandsressourcen [51]. Nichtsdestotrotz gibt es nur wenig empirische Befunde zur Verbindung von Kohärenzgefühl und Religion. Doch die Mehrheit dieser Studien deutet auf eine positive Verbindung zwischen beiden Variablen hin [52] [53].

Und auch die Bielefelder Invulnerabilitätsstudie für Kinder stellt heraus: Eine an ethische Normen und religiöse Werte angelehnte Erziehung wirkt sich förderlich auf eine stabile Resilienz bei Kindern aus [34]. 

Eine gesunde Verbindung zu Gott, dem Universum oder „Allem, was ist“  stellt also betreffend der Resilienz eines Menschen eine große Ressource dar. So fühlen sich Eltern mit ihrer grossen Lebensaufgabe, einen heranwachsenden Menschen durchs Leben zu begleiten unterstützt. Kinder können etwa auf eine liebevolle und verlässliche Bezugsperson als Ressource mit Hilfe von Gebeten und/oder Meditation zurückgreifen - auch dann, wenn die Eltern gerade nicht da sind oder gegebenenfalls sogar den eigentlichen Stressor für das Kind ausmachen (chronische familiäre Disharmonie).

Voraussgesetzt ist, das unsere Beziehung zu der höheren Gewalt ähnliche Merkmale aufweist, wie jene unter dem Punkt "Beziehungen gestalten" definiert, und die Beziehung zur Religiosität und aller damit verbundenen Lebensausrichtungen (wie beispielsweise der Besuch einer Institution, Gemeinschaft etc) oder Spiritualität aus intrinsischer Motivation erfolgen darf und jederzeit ohne Androhung negativer Kosquenzen wieder beendet werden darf.

Mit der REiFAM®-Coachingmethode bieten wir bei Interesse, mit Blick auf die mögliche Weitergabe eines wirksamen Schutzfaktoren an die Kinder, und auf das Potenzial der elterlichen Entlastung an, die eigene Beziehung zu Gott/Allem-was-ist zu reflektieren und etwaige Kraftspender zu mobiliseren und die Ressource Religion und Spiritualität zur Förderung des Kohärenzgefühls im Familienalltag zu nutzen.

"Resilienz beruht grundlegend auf Beziehungen. Mit REiFAM® stärken wir also nicht nur die Kinder, sondern auch die Menschen, die sie diese Kinder begleiten!"

Leandra Vogt

Studiengrundlage und Quellenangaben

Resilienzstudien:

Bielefelder Invulnerabilitätsstudie: Lösel, F., Bliesener, T. & Köferl, P. (1990): Psychische Gesundheit trotz Risikobelastung in der Kindheit. Untersuchungen zur Invulnerabilität. In I. Seiffge-Krenke (Hrsg.), Krankheitsverarbeitung von Kindern und Jugendlichen (S. 103-123). Berlin: Springer.

Mannheimer Risikokinderstudie: Esser, G. & Schmidt, M. H. (2017): Die Mannheimer Risikokinderstudie. Idee, Ziele und Design. Kindheit und Entwicklung, 26 (4).

Kauai-Längsschnittstudie: Werner, E.E. (2008): Entwicklung zwischen Risiko und Resilienz. In G. Opp & M. Fingerle (Hrsg.), Was Kinder stärkt. Erziehung zwischen Risiko und Resilienz (S. 20-31). München: Reinhardt.

 


Quellenverweise:

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[2] Reivic, K. & Shatte, A. (2003): The Resilience Factor. 7 Keys to Finding Your Inner Strength and Overcoming Life's Hurdles. New York City, New York: Bantam Books USA.

[3] Luthar, S.S., Cicchetti, D., Becker, B. (2000): The Construct of Reilience. A critical evaluation and guidelines for future work. (S.543-562), Child Development 71, .

[4] Fröhlich-Gildhoff, K. & Rönnau-Böse, M. (2015): Resilienz. (S. 49). München: Reinhardt/UTB.

[5] Papousek, M. (2004): Regulationsstörungen der frühen Kindheit. Klinische Evidenz für ein neues diagnostisches Konzept. In: Papousek, M., Schieche, M., Wurmser, H. (Hrsg.): Regulationsstörungen der frühen Kindheit. (S. 77-110), Bern /Göttingen/Toronto/Seattle: Huber.

[6] Stern, D.N. (1992): Die Lebenserfahrung des Säuglings. Klett-Cotta, Stuttgart.

[7] Biermann-Ratjen, E.-M. (2002): Entwicklungspsychologie und Störungslehre. In: Boeck-Singelmann, C., Ehlers, B., Hensel, T., Kemper, F., Monden-Engelhardt, C. (Hrsg.): Personzentrierte Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen 1. Grundlagen und Konzepte, (S.18). 2. Aufl., Göttingen / Bern / Toronto / Seattle.Hogrefe.

[8] Luthar, S. S. (2006): Resilience in development: A synthesis of research across five decades. In D. Cicchetti & D. J. Cohen (Eds.), Developmental psychopathology: Risk, disorder, and adaptation (S.780). John Wiley & Sons, Inc.

[9] Butler, E. A., Egloff, B., Wlhelm, F. H., Smith, N. C., Erickson, E. A., & Gross, J. J. (2003): The social consequences of expressive suppression. Emotion, 3(1), 48–67. URL: https://doi.org/10.1037/1528-3542.3.1.48 letzter Aufruf am: 31.01.2022)

[10] Pennebaker, J.W. (1997): Opening up: The healing power of expressing emotions. Guilford. 

[11] Jainish Patel, Prittesh Patel (2019): Consequences of Repression of Emotion: Physical Health, Mental Health and Generel Well Being. International Journal of Psychotherapy Practice and Research. 1(3):16-21.

[12] Faltermaier, T. (2005): Gesundheitspsychologie. Stuttgart: Kohlhammer.

[13] Lazarus, R.S., Launier, R. (1981): Stressbezogene Transaktionen zwischen Person und Umwelt. In: Nitsch, J.R. (Hrsg.): Stress. Theorien, Untersuchungen, Massnahmen. (S. 213 - 259), Bern, Huber.

[14] Fröhlich-Gildhoff, K., Rönnau-Böse, M. (2015): Resilienz. (S. 40), München: Reinahrdt/UTB.

[15] Lee L.O. et al. (2019): Optimism is associated with exceptional longevity in 2 epidemiologic cohorts of men and
women. PNAS USA. 2019 ;116(37):18357-18362.

[16] Fröhlich-Gildhoff,K.; Rönnau-Böse, M. (2015): Resilienz. (S. 45), München: Reinhardt / UTB.

[17] Nyfeler, M. (2021): Erinnerung an die eignen Fähigkeiten stärkt die Resilienz. URL:  https://idw-online.de/de/news764622 zuletzt aufgerufen am: 25.01.2022.

[18] Wustmann, C. (2004): Resilienz. Widerstandsfähigkeit von Kindern in Tageseinrichtungen fördern. (S.78) Weinheim: Beltz..

[19] Egle, U.T., Hoffmann, S.O. Hoffmann (2000): Pathogene und protektive Entwicklungsfaktoren in Kindheit und Jugend. In: Egle, U.T., Hoffmann, S.O., Joraschky, P. (Hrsg.): Sexueller Missbrauch, Misshandlung und Vernachlässigung. (S. 3-22), Stuttgart: Schattauer.

[20] Fröhlich-Gildhoff, K., Rönnau, M., Dörner, T., Kraus-Gruner, G., Engel, E.-M. (2007): Kinder Stärken. Resilienzförderung in der Kindertageseinrichtung. Unveröffentlichter Abschlussbericht, Zentrum für Kinder und Jugendforschung an der Evangelischen Hochschule Freiburg.

[22] Fröhlich-Gildhoff, K. & Rönnau-Böse, M. (2015): Resilienz. (S.44). München: Reinhardt/UTB.

[23]: Asshauer, M., Burow, F., Hanewinkel, R. (1999): Fit und stark fürs Leben. 3. und 4. Schuljahr. Persönlichkeitsförderung zur Prävention von Aggression, Stress und Sucht (S. 13), Stuttgart: Ernst Klett. 

[24] Fingerle, M., Grumm, M. (Hrsg.) (2012): Prävention von Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen. Programme auf dem Prüfstand. (S.215), München/Basel: Ernst Reinhardt.

[25] Grossmann,K., Grossmann K. E., (2015):Bindung und kindliche Entwicklung – Das Gefüge psychischer Sicherheit und Unsicherheit. 17. Oktober, 2015. RPP Fachtagung „Bindung und Familie“. URL: http://www.bindungstheorie.net/ letzter Zugriff am 26.11.2021

[26] Bengel, J., Meinders-Lücking, F., Rottmann, N. (2009):  Schutzfaktoren bei KIndern und Jugendlichen. Stand der Forschung zu psychozozialen Schutzfaktoren für Gesundheit. Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung, 35., Köln: BZgA.

[27] Dornes, M. (1993): Der kompetente Säugling. (14. Aufl. 2009), Frankfurt/M: Fischer.

[28] Klaus Grawe / Ruth Donati / Friederike Bernauer (2001): Psychotherapie im Wandel.
Von der Konfession zur Profession. 5. Auflage. Göttingen: Hogrefe.

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Hinweise:

Dieser Beitrag basiert unter anderem auf den Forschungsergebnissen des Autors und des Forschungsteams des Zentrums für Kinder- und Jugendforschung an der EH Freiburg, bes. Fröhlich-Gildhoff, K. & Rönnau-Böse, M. (2015): Resilienz. München: Reinhardt/UTB.
Der Text wurde formuliert in Anlehnung an: Vogt, Leandra (2021): Uns haut so schnell nichts um. 8 Schlüssel der Resilienz für dein Kind und dich. Beltz Verlag.


Weiterführende Literatur:

 

Baumrind, D. (1991): The influence of parenting style on adolescent competence and substance use. Journal of Early Adolescence, 11(1), 56-95.

Weiss, L. H., & Schwarz, J. C. (1996): The relationship between parenting types and older adolescents' personality, academic achievement, adjustment, and substance use. Child Development, 67(5), 2101-2114. EJ 539 840.

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Becker-Stoll, F. (2009): Von der Eltern-Kind-Bindung zur Erzieherin-Kind-Bindung. In: Brisch, K.H./ Hellbrügge, Th. (Hrsg.): Wege zu sicheren Bindungen in Familie und Gesellschaft. Prävention, Begleitung, Beratung und Psychotherapie. Klett Cotta 2009.

Haug-Schnabel, G. (2004): Verhaltensbiologische Erkenntnisse aus der Mutter-Kind-Bindungsforschung. Die Hebamme 17 (3). 144-151.

Ruoß, E. (2007): Studien und Ergebnisse der Resilienzforschung. Akademische Arbeit. GRIN Verlag. URL: https://www.grin.com/document/282501 (aufgerufen am: 31.01.2022)


Emmy Werner / Ruth Smith (1992): Overcoming the odds: High risk children from birth to adulthood. New York;

Emmy Werner (2006): Wenn Menschen trotz widriger Umstände gedeihen – und was man daraus lernen kann, in: Welter-Enderlin / Hildenbrand (Hg.), Resilienz. 28-42; Erich Zenger 2016: Einleitung in das Alte Testament. Stuttgart.

 

Zenner, C., Herrnleben-Kurz, S., & Walach, H. (2014): Mindfulness-based interventions in schools-a systematic review and meta-analysis. Frontiers in psychology, 5, 603. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2014.00603

Joyce, S., Shand, F., Tighe, J., Laurent, S. J., Bryant, R. A., & Harvey, S. B. (2018): Road to resilience: a systematic review and meta-analysis of resilience training programmes and interventions. BMJ open, 8(6), e017858. https://doi.org/10.1136/bmjopen-2017-017858


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„Vulnerabilität, Sicherheit und Resilienz“ ist das Thema einer Forschungsgruppe an der Universität Würzburg, die 2016 von Hildegund Keul und Pierre-Carl Link gegründet wurde und in Kooperation von Humanwissenschaften und Theologie betrieben wird; vgl. ‹http://vulnerabilitätsdiskurs.de/research- group/›.