Wie werde ich resilient?

Resilienz ist trainierbar

Kann man Resilienz lernen? Ja! Resilienz ist trainierter. So lautet eine der wohl bereicherndsten Erkenntnisse aus der Resilienzforschung. Die Aussicht darauf, aktiv etwas tun zu können, um Krisen zu meistern und Herausforderungen standzuhalten, holt uns zurück in die Eigenmacht.
Insbesondere als Eltern, wollen wir nicht nur uns für die kleinen und grossen Herausforderungen des Familienlebens stärken - insbesondere unseren Kindern möchten wir die Fähigkeit mitgeben, sich nicht vom Leben unterkriegen zu lassen.


Mobbing und Ausgrenzung, Leistungsdruck in der Schule, Geschwisterstreit und co. Klingen in den Ohren und Herzen der Eltern äusserst bedrohlich. Nur bedingt können wir unsere Kinder vor den Enttäuschungen des Lebens schützen. Resilienz als Fähigkeit ermöglicht es uns, uns und unseren Kindern etwas in die Hand zu geben, mit auf ihren Lebensweg, das sie stärkt. Mithilfe der Fähigkeit zur Resilienz kann es Kindern eher gelingen, wieder aufzustehen, wenn das Leben sie mal umgehauen hat. Denn sein wir mal ehrlich - hin und wieder haut uns das Leben alle einmal
um. Und genauso wird es früher oder später auch unseren Kindern mal gehen. Es kommt weniger darauf an, nicht umgehauen zu werden, sondern viel mehr darauf, dass und wie schnell wir wieder
aufstehen.

Aber wie genau funktioniert denn das nun? Wie werde ich resistent? Wie wird mein Kind resilient?

Resilienz gilt als Immunsystem unserer Seele. Ein gesundes Immunsystem profitiert ungemein von der ausreichenden Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen. Genauso verhält es sich auch mit der Resilienz. Die sogenannten „Schutzfaktoren“ können wie die Vitamine und Nährstoffe betrachtet werden, welche in Form von Fähigkeiten, Eigenschaften und Haltungen auftauchen, welche die Fähigkeit zu unserer und der Resilienz unserer Kinder begünstigen. Von diesen Schutzfaktoren lohnt es sich zum einen, regelmässig im Familienalltag durch verschiedene Spiele und Rituale zu integrieren. Zum anderen dürfen wir stets unsere innere Haltung überprüfen: Erlauben wir es uns überhaupt im Alltag, Selbstwirksam zu agieren? Geben wir unseren Kindern den Raum? Oder laufen wir noch auf Autopilot und leben unreflektiert jene veraltete Haltungen aus autoritärer Erziehung und co. Nach, die wir selbst als Kind erlebt haben?


Um die Resilienz in deiner Familie zu fördern lohnt sich also ein bewusster Blick darauf, welche Spiele und Rituale zur Förderung der Schutzfaktoren in euren Alltag passen, und zum anderen eine regelmässige liebevolle Selbstreflexion.


Mit unseren REiFAM®-Resilienztrainings und dem REiFAM®-Resilienzcoaching erhältst du durch unser 8-Schlüssel Konzept eine fundierte Unterstützung dabei herauszufinden, was du ganz individuell für deine Familie, dein Kind und dich tun kannst, um eure Resilienz zu stärken.

Was trainierte Resilienz bewirken kann:

  • Verkraften widriger Umstände und Rückschläge. Überwinden von Krisen und Entwicklung persönlicher Stärke.
  • Erhöhtes Bewusstsein Über eigene Stimmungen und die Kompetenz sich in Balance zu bringen.
  • auch bei ständigen Veränderungen schnell wieder Kontrolle über die persönliche Reaktion darauf zu erlangen und in Eigenverantwortung lösungsorientiert zu handeln.
  • flexible Reaktionskompetenz auf Herausforderungen
  • Erkennen der möglichen Verbindung zwischen Resilienz und körperlichem, emotionalem und mentalem Wohlbefinden.

Hinweis: Resilienz zeigt sich immer in einem dynamischen Prozess, in Wechselwirkung zwischen dem Innen und dem Außen. Daher halten wir bei REiFAM® es für unerlässlich, neben den Schutzfaktoren auch die Risikofaktoren zu kennen. Diese zeigen deutlich, was unsere und die innere Stärke unserer Kinder beeinträchtigen kann.

Im weiteren sozialen Umfeld

Kompetente und fürsorgliche Erwachsene außerhalb der Familie, die Vertrauen fördern, Sicherheit vermitteln und als positive Rollenmodelle dienen (zum Beispiel Erzieherinnen, Lehrerinnen, Nachbarn). Selbstverständlich braucht es nicht all diese Elemente, um resilient auf eine herausfordernde Situation reagieren zu können. Grundsätzlich gilt: Je mehr dieser Faktoren deinem Kind zur Verfügung stehen, desto hilfreicher ist es für dessen Resilienzausbildung.

 



Wirklich wichtig ist es für uns und unsere Kinder, dass wir und sie die Erfahrung der Selbstwirksamkeit und Problemlösungsfähigkeit machen, wenn das Leben schwierig wird. Wir wollen erfahren, dass wir selbst einen Einfluss auf das haben können, was wir erleben und vor allem darauf, wie wir es erleben. Dabei hilft ein Zusammenspiel von einigen dieser Faktoren. Je mehr vorhanden sind, desto leichter kann es uns fallen, Herausforderungen und Krisen zu meistern. Der zentrale und wesentliche Schutzfaktor – das hat sich durch Forschung erwiesen – ist eine stabile, wertschätzende und emotional warme Beziehung zu einer (erwachsenen) Bezugsperson.

 

Eine Beziehung mit diesen Qualitäten trägt am stärksten zu einer gesunden Seele und Entwicklung des Kindes bei. Fröhlich-Gildhoff und Rönnau-Böse zitieren Sunyia Luthar sogar wie folgt: 

»Die erste große Botschaft ist:
 Resilienz beruht, grundlegend, auf Beziehungen.« 

Eine Erkenntnis, die für uns als Familie nicht wertvoller sein könnte…



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